Der Burschenverein Kammer feiert 2028 sein 125-jähriges Bestehen
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Zwölf langjährige Mitglieder wurden geehrt – Sundown Open Air wird eingestellt
Kammer. Die Verantwortlichen des Arbeiter- und Burschenvereins Kammer haben in der diesjährigen Jahreshauptversammlung nicht nur auf das vergangene Vereinsjahr zurückgeblickt, sondern auch bereits den Blick auf das Jahr 2028 gerichtet. Dann soll das 125-jährige Bestehen des Vereins mit einer Festwoche gefeiert werden. Die große Vereinstreue der Mitglieder wurde insbesondere bei den Ehrungen deutlich, die für 25, 40 und sogar 50 Jahre Mitgliedschaft ausgesprochen wurden. Das „Sundown Open Air“ am Sportplatz wird aufgrund der geringen Besucherzahlen künftig nicht mehr stattfinden.
Einen Überblick über das abgelaufene Vereinsjahr gab zu Beginn der gutbesuchten Versammlung in der Gaststube des Gasthauses zur Post Schriftführerin Daniela Wolkersdorfer. Sie berichtete von zahlreichen Veranstaltungen, an denen sich der Verein beteiligt hat. So nahmen die Mitglieder unter anderem am Festzug zum Frühlingsfest, an der Festwoche der DJK Kammer, an der Fronleichnamsprozession in Traunstein sowie an den Feierlichkeiten „650 Jahre Stadtrechte“ teil. Auch beim Trachtengaufest und beim Burschengaufest in Surheim war der Verein vertreten.
Darüber hinaus wurde ein Vereinsausflug zur Flugwerft nach Schleißheim organisiert. Gemeinsam mit dem Burschenverein Pierling-Weißenkirchen unternahm man außerdem eine Busfahrt an den Spitzingsee zum dortigen Spinnradl. Zudem besuchten Mitglieder die Gauburschenversammlung in Weibhausen sowie die Adventsfeiern der DJK Kammer und der Burschenvereine Hörpolding beziehungsweise Traunwalchen. Beim Dorfschießen ließen die Mitglieder des Burschenvereins alle anderen Mannschaften hinter sich und holten zudem den „2. Meistpreis“.
Erfolgreiche Damwuid Party und Dart Master
Vorstand Andreas Ober ergänzte den Bericht der Schriftführerin und informierte darüber, dass der Verein auch Ausrichter des Jahrtags der Vereine war. Dieser wurde mit einem Gottesdienst samt Totengedenken sowie einem geselligen Ausklang beim Wirt in Kammer begangen. Die „Damwuid Party“ habe auch im vergangenen Jahr die Erwartungen erfüllt. Anders sei es beim „Sundown Open Air“ gewesen: „Trotz perfekten Wetters und drei großartigen Bands war die Veranstaltung weniger gut besucht, weshalb wir uns entschieden haben, keine Neuauflage mehr zu veranstalten“, erklärte der Vorstand.
Weiter betonte er: „Beim Faschings Dart-Masters waren alle 64 Startplätze innerhalb kürzester Zeit vergeben – es war einmal mehr ein spannender und lustiger Wettbewerb.“ Besonders freue es die Verantwortlichen des Vereins, „dass wir nun einen Festplatz bekommen, auf dem wir künftig größere Gründungsfeste feiern können“. Seinen ausdrücklichen Dank richtete er an alle Beteiligten der Ortsvereine, an die Stadt sowie an die Eigentümer und Nachbarn. „Das ist eine richtig gute Sache“, so seine Einschätzung.
Festwoche zum Jubiläum wird im Mai 2028 gefeiert
Neben dem Rückblick richtete der Vorstand auch den Blick in die Zukunft. „Heuer werden wir einen Ausflug zur Baustelle des Brennerbasistunnels machen“, informierte er die Versammlungsteilnehmer. Außerdem blickte er auf das Jahr 2028: Dann feiert der Arbeiter- und Burschenverein sein 125-jähriges Bestehen. Die Festwoche ist bereits für den Zeitraum vom 24. bis 28. Mai 2028 geplant, zudem wurde ein Festausschuss gegründet. „Wir möchten ein ganz normales Fest auf die Beine stellen“, betonte Andreas Ober und bat die Mitglieder sowie die anwesenden Vertreter der Ortsvereine bereits jetzt um Unterstützung.
Stefan Baumgartner wurde im vergangenen Jahr zum Vereinskassier gewählt und präsentierte in der Versammlung erstmals seinen Bericht über die Vereinsfinanzen. Neben den Beiträgen des 363 Mitglieder starken Vereins stammten die Haupteinnahmen vor allem aus den Veranstaltungen, die zugleich auch die größten Ausgaben etwa für Licht, Ton und Musik verursachten. Insgesamt verringerte sich der Kassenstand im vergangenen Jahr leicht.
Ehrungsreigen für langjährige Mitglieder
„Was die Vereine auf dem Dorf und in der Stadt alles leisten, könnten wir als Kommune gar nicht bewältigen“, betonte Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer in seinem Grußwort. Er zeigte sich erfreut darüber, „dass neben dem Trachtenverein im Jahr 2027 nun auch der Burschenverein 2028 eine Festwoche organisiert“. Zudem würdigte er das gute Miteinander im Ort und sicherte weiterhin die volle Unterstützung der Stadt Traunstein zu.
Abgerundet wurde die Versammlung mit dem Tagesordnungspunkt Ehrungen. Insgesamt zwölf langjährige Mitglieder durften sich über eine Auszeichnung in Form von Anstecknadeln und Urkunden freuen. Karl Stitzl hält dem Verein seit 25 Jahren die Treue. Für 40-jährige Vereinstreue wurden Hermann Brosch (Fotograf von 1991 bis 2009), Hubert Brunner, Hans Einsiedl, Willi Mauerkirchner, Johann Wimmer, Anton Sailer, Albert Parzinger (Küchenchef beim Jubiläum 2003), Ehrenmitglied Albert Rieder (Schriftführer von 1989 bis 2019) sowie Georg Söldner ausgezeichnet. Georg Jobst und Engelbert Ober (Schriftführer von 1984 bis 1988) sind dem Verein seit 50 Jahren verbunden und wurden dafür mit der goldenen Anstecknadel und Urkunde geehrt.
Text/Bild: Hubert Hobmaier






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