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Großer Zapfenstreich für Robert Hintereder

Pastoralreferent mit allen „Kammerer Ehren“ verabschiedet – Stehende Ovationen


Traunstein/Kammer. Mehr als sieben Jahre wirkte Robert Hintereder in der Pfarrei Kammer. Nun war die Zeit des Abschieds gekommen, da der Pastoralreferent mit dem neuen Jahr die Stadtkirche Traunstein verlässt. Der Abschiedsgottesdienst in der Pfarrkirche war bis auf den letzten – coronamöglichen - Platz gefüllt. Neben einem Rucksack voller Geschenke komponierte der Jugendchor eigens ein Lied für den beliebten Seelsorger. Zudem wurden die Kommunionkinder vorgestellt und zwei langjährige Ministrantinnen verabschiedet.


Mit einem Baum voller Wünsche und einem Rucksack voller Präsente wurde Robert Hintereder in einem festlichen Gottesdienst verabschiedet. Neben der Kindersegnung und der musikalischen Umrahmung durch den Jugendchor predigte Robert Hintereder über seine Freude über Weihnachten. „Gerade die Kindervorfreude auf das Fest ist für mich etwas Besonderes, sie ist ansteckend und zeigt voller Begeisterung was schönes geschehen wird“, so der Pastoralreferent, den er mit der Hoffnung verbinde, den Weihnachtsgedanken auch über das eigentliche Fest hinaus in die Welt zu tragen.


Zusammen mit Patricia Ertl hat er einen Christbaum voller Dinge gebastelt, die man gerne teilen kann. Auf den Sternen waren Kinderwünsche wie eine Nacht unter dem Christbaum zu verbringen, eine Schlittenfahrt mit Freunden zu unternehmen, ein Spieleabend aber auch Dinge wie Gesundheit, Frieden auf Erden aber auch das Ende der Coronazeit notiert. Die kleinen Sternenkärtchen wurden an die Kinder im Gottesdienst verteilt. Gespickt war der Baum außerdem mit vielen Witzkarten, damit „ihr zu Hause auch noch lachen könnt“, so Hintereder. Lange Schlangen bildeten sich bei der Kindersegnung im Rahmen des Gottesdienstes.


„Fast siebeneinhalb Jahre hast du bei uns gewirkt und viel gewirkt“, lobte Alois Gartner in seiner Ansprache den Einsatz von Robert Hintereder und ergänzte, „gefühlt warst du in dieser Zeit rund um die Uhr für uns erreichbar, hast mit uns viel Schönes erlebt und viel gelacht. Du hast dich aber auch den Kranken und Sterbenden angenommen und hast mit deiner Art unser Dorfleben sehr bereichert“, so der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. „Wir danken dir für die Zeit unseres gemeinsamen Weges und wünschen dir für die Zukunft alles Gute“, sagte Alois Gartner zum Abschluss.


Als kleines Erinnerungsgeschenk bekam Robert Hintereder einen Rucksack voller Geschenke und einen Barhocker. „Da gehört ein Schnaps aus dem Hause Schnitzer ebenso dazu wie eine selbstgebastelte Kerze mit dem Motiv der Kammerer Kirche“, so Gartner. „Ist der Rucksack ein Symbol dafür, dass ich ja alles zusammenpacke und sicher gehe“, erwiderte Robert Hintereder mit einem Augenzwinkern aber sichtlich gerührt von den vielen kleinen Einzelgeschenken.

Gabi Haitzer-Mader als Vertreterin der Kirchenverwaltung dankte Robert Hintereder in ihrer Ansprache für seinen unermüdlichen Einsatz. „Ab und zu mussten wir zwar nach einem Kompromiss suchen, weil derjenige der das Geld verwaltet mit demjenigen, der Ideen hat und vieles verwirklichen möchte nicht auf Anhieb einer Meinung waren. Es war aber stets eine angenehme und konstruktive Zusammenarbeit, die mir persönlich viel Freude bereitet hat“, sagte Gabi Haitzer-Mader.


Ein T-Shirt mit allen Unterschriften der Ministranten hatte Oberministrantin Veronika Stitzl für Robert Hintereder. „Wir danken dir für unzählige schöne, lustige und lehrreiche Stunden und werden dich sehr vermissen. Mit dem T-Shirt wollen wir Kammerer Ministranten bei dir in guter Erinnerung bleiben“, sagte sie bei der „offiziellen Übergabe“. Ein besonderes Geschenk hatte der Dirndlchor für den scheidenden Pastoralreferenten. Sie haben ihm ein Lied komponiert und zum Abschied im Gottesdienst „uraufgeführt“. Auf die Melodie von "Zeit zu gehen" der Gruppe Unheilig komponierten die jungen Frauen den Text speziell für Robert Hintereder.


„Ich habe am 7.9.2014 den symbolischen Schlüssel für die Herzen der Kammerer erhalten. Er hat mir wirklich geholfen und ich habe in dieser Zeit mit sehr vielen wunderbaren Menschen zusammenarbeiten dürfen“, freute sich Robert Hintereder und ergänzt, „nun ist die Zeit des Abschieds gekommen und ich gehe mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Ich bin jedoch nicht aus der Welt und freue mich auch weiterhin, mit Euch in Kontakt zu bleiben“.


Neben der Verabschiedung Robert Hintereders wurden zwei verdiente Ministrantinnen verabschiedet. Jasmin und Samira Marzell waren acht bzw. sieben Jahre lang im Team der Kammerer Ministranten und haben nun den letzten Gottesdienst begleitet. Mit einem kleinen Geschenk für ihren langjährigen Einsatz wurden die beiden von der Pfarrgemeinde aus dem Ministrantendienst verabschiedet.


In diesem Jahr werden in der Pfarrgemeinde 17 Buben und Mädchen ihre Heilige Erstkommunion feiern. Lea Sophie Aicher, Fenja Irmina Allerstorfer, Quirin Blank, Franziska Brandstätter, Christian Brunner, Christian Freinecker, Simon Josef Friedl, Leana Ganic, Lukas Gröbner, Lisa-Marie Heindl, Samuel Huber, Matthias Kraller, Elias Mühlthaler, Hannah Reiter, Johanna Barbara Sailer, Lara Schimpfhauser und Luca Maximilian Stein starten nun in drei Gruppen die Vorbereitungen für das Sakrament und wurden anlässlich des Gottesdienstes der Kirchengemeinde vorgestellt.


Text/Bild: Hubert Hobmaier

Pastoralreferent Robert Hintereder hat mit dem Jahreswechsel die Stadtkirche Traunstein verlassen. Bei seinem Abschiedsgottesdienst in Kammer bereitete ihm die Pfarrgemeinde einen „Großen Zapfenstreich mit allen Kammerer Ehren“ samt eigens komponiertem Musikstück und einer Vielzahl an großen und kleinen Geschenken.