top of page
15-05-05-Kammer-001-2015.JPG

Sportlich und gesellschaftlich präsent und erfolgreich

  • vor 38 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit

Die Schützengesellschaft Kammer Rettenbach im Aufschwung


Eine sehr erfolgreiche Jahresbilanz zog die Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach in ihrer Jahreshauptversammlung. Was die sportlichen Leistungen und Ergebnisse betrifft, habe man im Vergleich zum Jahr davor noch einmal einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht, Und auch im gesellschaftlichen Leben in der Altgemeinde Kammer und in der Stadt Traunstein sind die Kammerer Schützen sehr präsent. Das ging aus den Jahresbericht von Schriftführer Klaus Oberkandler hervor, welchen Schützenmeister Manuel Kosak mit weiteren Details zum Vereinsleben ergänzte.

 

Im Berichtszeitraum seit der letzten Jahresversammlung im März vergangenen Jahres fanden unter anderem die alljährlichen Freundschaftsschießen mit den Nußdorfer Schützen, der SG Eichengrün Hufschlag und der SG Seerose Taching statt. „Wir haben alle Wettkämpfe haushoch gewonnen“, bilanzierte der Schriftführer und äußerte die Sorge, dass die Nachbarvereine womöglich die Lust an diesen ungleichen Vergleichen verlieren könnten, wenn es so weitergehe. Trotz der langen Saison mit den wöchentlichen Übungsabenden war von Schießmüdigkeit am Saisonende nicht zu spüren, denn 35 Mitglieder beteiligten sich am Endschießen. Danach beteiligte man sich noch am Gauschießen des Schützengaus Traunstein. Weil Kammers Patenverein Hufschlag Mitausrichter war, bekam man eine Einladung. Pia Oberkandler erreichte Platz zwei bei Damen Auflage und gewann außerdem die Jubiläumsscheibe zum 180. jährigen Bestehen der FSG Reit im Winkl. Thomas Jobst belegte Platz drei bei den aktiven Schützen.

 

In der schießfreien Zeit beteiligte man sich unter anderem mit der Fahnenabordnung an kirchlichen und weltlichen Festen im Dorf und in der Stadt, am Jubiläum der DJK Kammer, der 650-Jahr-Feier der Stadt Traunstein, sowie an den Festzügen zum Frühlingsfest und beim Trachten-Gaufest. Fest etabliert und einer der geselligen Höhepunkte im Jahreslauf ist der Schützenausflug gemeinsam mit den Tachingern. Ziele waren diesmal Füssen und Neuschwanstein. Im November folgte ein weiterer  Ausflug zum Christkindlmarkt nach Innsbruck mit anschließendem Ritteressen.

 

Erster Auswärtstermin in der neuen Saison war wie seit vielen Jahren das 100er Schießen in Nußdorf. Giovanna  Donnini und Herbert Geppert teilten sich mit je 988 Ringen Platz eins bei den Auflageschützen. Im Lauf der Saison wurden rund ein halbes Dutzend Geburtstagsscheiben ausgeschossen und die Fahnenabordnung rückte öfters aus als in den meisten Jahren davor, unter anderem am 8. November beim 150. Gründungsfest des Alzgaus in Traunreut. Beim anschließenden Festabend wurden auch die Gaukönige proklamiert. SG-Schütze Thomas Jobst wurde Luftgewehr-Brezenkönig. Jahreshöhepunkt ist das Königsschießen am 27. Dezember. Mit Christoph Kosak ist ein junger Schütze mit einem 3,9 Teiler neuer König geworden.

 

2026 begann mit dem Dorfschießen von 2. bis 4. Januar. Mit der Teilnehmerzahl war man sehr zufrieden, mit dem wirtschaftlichen Erfolg ebenfalls. Die Siegerehrung am 11. Januar war wieder ein Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Kammerer Dorfgemeinschaft.

 

Dass man all das finanzieren konnte und am Jahresende ein in etwa gleich hoher Überschuss wie im Vorjahr erzielt wurde, liegt in erster Linie am Gewinn, den man bei der Bewirtung der Mitglieder und Gäste im Schützenstüberl erwirtschaftet. Über Einnahmen und Ausgaben informierte Kassieren Helga Artiger. Veranstaltungen wie die Radl-Bildersuchfahrt und das Dorfschießen konnte man ebenfalls mit Gewinn abschließen, was auch der Spendenbereitschaft einiger Firmen und der Unterstützung durch die Stadt Traunstein zu verdanken ist. Der positive Kontostand wird künftig Investitionen zulassen, sofern sie nötig werden sollten.

 

Über die Nachwuchsarbeit in der SG informierte Jugendwart Florian Jobst. Er schilderte, wie sich die wenigen jungen Mitglieder dank regelmäßigen Trainings im Laufe der Saison deutlich verbessert haben. Zwei junge Schützen konnten in die Jugendmannschaft integriert werden. Zusätzliche Motivation ist die gute Ausstattung, die der Verein den Nachwuchsschützen biete. Mit einem Schnuppertraining zu Saisonbeginn wolle man versuchen, weitere Kinder und Jugendliche für den Schützensport zu begeistern.

 

Thomas Jobst informierte für den verhinderten Sportwart Valentin Hartwig über das Abschneiden bei den Rundenwettkämpfen im Alzgau. Die erste Luftgewehrmannschaft wurde ungeschlagen Meister in der B-Klasse, die zweite Mannschaft ebenso ungeschlagen Meister in der C-Klasse, Beide Teams steigen auf. Überragender Schütze war Sebastian Wendl, der die meisten Ringe im Gau erzielte. Die dritte Mannschaft belegte in der D-Klasse den zweiten Platz. Etwas hinter den hochgesteckten Erwartungen blieben die beiden Auflageteams zurück, die jeweils Platz vier in der Gauklasse und in der B-Klasse belegten. Auch bei den Gaumeisterschaften erreichten einige Schützen der SG vordere Plätze.

 

Zu Beginn der Versammlung gedachte man der zuletzt verstorbenen langjährigen Mitglieder Karin Paulus, Georg Osenstätter und Rupert Rummel, derer Schützenmeister Manuel Kosak mit ehrenden Nachrufen gedachte. Kosak ging in seinem Bericht zunächst auf die Radl-Bildersuchfahrt am 19. Juni ein, an der 45 Radler teilnahmen. Er informierte überdies über den Stand, an dem es die SG beim Tag der Vereine anlässlich der 650-Jahr-Feier in Traunstein den Besuchern ermöglichte, ihre Zielsicherheit mit dem Lichtgewehr zu testen. Mehr als 120 Kinder haben das Lasergewehr am Schießstand ausprobiert. Insbesondere die Jüngeren wolle man mit der vor etwa einem Jahr eingerichteten Instagram-Seite erreichen. Beim Dorfschießen habe man schon positive Auswirkungen feststellen können. In einer umfangreichen Danksagung würdigte Kosak alle Mitglieder, die sich in den Verein,  egal auf welche Weise, einbringen.

 

Bevor Stadtrat Rolf Wassermann als Vertreter des Oberbürgermeisters die Arbeit der Kammer-Rettenbacher Schützen würdigte und die weitere Unterstützung der Stadt zusagte, gab der Schützenmeister noch eine kurze Vorschau auf die Ereignisse und geplanten Neuerungen in den kommenden Monaten, bei denen es vor allem um weitere Verbesserungen im Schießraum gehen wird. Schließlich danke Ehrenschützenmeisterin Pia Oberkandler namens aller Mitglieder ihrem Nachfolger für die geleistete Arbeit und überreichte ihm eine Flasche „Schützen-Willi“ als kleines Dankeschön, den er im Notfall aber auch als Problem-Löser genießen kann.


Text/Bild: Klaus Oberkandler


Weil in den Jahren 1986 und 2001 keine neuen Mitglieder der SG beigetreten sind, gab es diesmal keine Ehrungen für langjährige Vereinszugehörigkeit. Zwei Mitglieder durften sich dennoch über eine Ehrung durch den BSSB freuen: Vinzenz Eder bekam als langjähriger Fahnenbegleiter das Fahnenzeichen in Silber, Fähnrich Thomas Jobst erhielt für seine Arbeit die Silberne Gams. Auf unserem Bild von links Rolf Wassermann als Vertreter der Stadt, Thomas Jobst, Vinzenz Eder, 2. Schützenmeister Christian Freutsmiedl und 1. Schützenmeister Manuel Kosak.


 
 
 

Kommentare


bottom of page