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Das Gaufest prägte das Trachtenjahr der „Rembocher Trachtler“

  • hiebl0
  • 6. Jan.
  • 5 Min. Lesezeit

Vorstandschaft bei den Wahlen bestätigt – Verein blickt in Richtung Jubiläum


Traunstein. Zahlreiche Berichte, Neuwahlen und eine Mitgliederbefragung zur Restaurierung der „alten“ Vereinsfahne standen auf der Tagesordnung der Versammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach im Gasthaus Jobst. In den Rückblicken auf das Vereinsjahr wurde deutlich, dass das Gaufest in diesem Jahr das prägendste Ereignis der „Rembocher Trachtler“ war. Trotz eines großartigen Festes übten Vorstand Franz Maier und Festleiter Simon Schreiber Kritik an den Verantwortlichen des Gauverbandes 1. Außerdem wurden die Mitglieder befragt, was sie über die Restaurierung der Fahne aus dem Jahr 1933 denken.

„Wir dürfen auf ein erfolgreiches Gaufest 2025“ zurückblicken freute sich Vorstand Franz Maier in seinem Bericht. Dennoch betonte er, „das Verhältnis ist mit dem Gau ist derzeit angespannt, da es im Nachgang Ärger mit dem Kauf der Festzeichen für die Teilnehmer gab“. Ähnlich äußerte sich auch Festleiter Simon Schreiber, „es ist schon ärgerlich, wenn Versprechen nicht gehalten werden und Verantwortliche die eigene Satzung nicht kennen“. Er betonte, „pro Teilnehmer haben wir versehentlich einen Euro zu viel abgerechnet, dieses Geld werden wir allen Vereinen zurückerstatten“.


Neuwahlen brachten kaum Veränderungen


Völlig reibungslos gingen hingegen die turnusmäßigen Neuwahlen über die Bühne. Jeweils einstimmig wurden Franz Maier als Vorstand, Daniel Schmalzbauer als 2. Vorstand, Vinzenz Jobst als Schriftführer, Michael Maier als 2. Schriftführer, Ramona Maier als Kassenwartin und Martina Huber als 2. Kassenwartin in ihren Ämtern bestätigt. Irmi Gartner und Albert Parzinger bleiben die Theaterverantwortlichen, Franziska Gartner und Daniel Schmalzbauer bleiben die Jugendleiter.


Fähnrich bleibt Alexander Maier und als Revisoren bleiben Heinrich Lackerschmid und Sebastian Reischl in ihren Ämtern. Ergänzt wird die Vorstandschaft durch die Frauenvertreterin Hildegard Jobst sowie die beiden Vorplattler Sebastian Gartner und Florian Jobst. Luise Heigermoser hat ihr Amt als Trachtenwartin aufgegeben und wurde mit einem kleinen Geschenk als Zeichen des Danks verabschiedet. Eine Nachfolge konnte derzeit für diese Aufgabe ebenso wenig wie für das Amt des 2. Fähnrich gefunden werden.


Festwoche zum 100-jährigen Gründungsjubiläum


Nun richten die Trachtler ihren Blick auf das Jahr 2027, indem sie erneut ein großes Fest anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens auf die Beine stellen werden. Vorstand Franz Maier brachte dabei seine Freude zum Ausdruck, „dass für das gesamte Dorf eine dauerhafte Lösung für eine Festwiese bei großen Veranstaltungen in greifbarer Nähe ist“ und informierte, „hoffentlich können wir bald mit den nötigen Vorbereitungsarbeiten beginnen“. Neben einen Festsonntag soll auch das Bulldogtreffen der Feuerwehr Kammer und ein Waldtag in die Festwoche integriert werden. Besonders hob der Vorstand dabei das Engagement von Peter Parzinger sowie die Familie Stuhlreiter hervor. „Dank ihrer Unterstützung wird hoffentlich bald die Festwiese entstehen“, so Franz Maier.


Einen Geschenkkorb als kleines „Vergelts Gott“ erhielt Toni Kallsperger. Dieser hatte in unzähligen Stunden die Motivtafeln des Maibaums restauriert und neu bemalt. Als Vertreter der Stadt Traunstein nahm Stadtrat Simon Schreiber an der Versammlung teil. „Hinter uns liegen ereignisreiche Wochen und Monate“ betonte dieser und brachte seinen Dank „für die großartige Beteiligung bei allen Festen und Veranstaltungen in diesem Jahr“ zum Ausdruck. Gleichzeitig würdigte er „eure großartige Jugendarbeit“ und dankte allen Mitgliedern für deren ehrenamtliches Engagement.


Ehrenurkunde vom Gauverband 1


Einen umfangreichen Rückblick auf das Vereinsjahr lieferte Schriftführer Vinzenz Jobst. Er informierte unter anderem über das Maibaumaufstellen, die Teilnahme am Frühlingsfesteinzug, die alpenländische Maiandacht, die Gautrachtenwallfahrt mit 54 Teilnehmern nach Maria Eck, das Gründungsfest des Patenvereins in Vachendorf, das Fest zum 50-jährigen Bestehen der DJK Kammer, die Beteiligungen an den Rosentagen sowie am Regionaltag und bei der Truna, die Fronleichnamsprozession in Traunstein, das Gründungsfest des Trachtenvereins Seeon, die Feierlichkeiten zur 650-jährigen Stadtrechtserhebung in Traunstein, die Durchführung des 11. Dorfhoagarts sowie die Teilnahme am Volkstrauertag.

Darüber hinaus präsentierte er eine Ehrenurkunde des Gauverbandes sowie ein Fahnenband des Landkreises Traunstein, dass jeweils die Trachtenvereine Hochberg, Rettenbach und Traunstein als Erinnerung für die Durchführung des Gaufestes erhalten haben. Derzeit hat der GTEV Eschenwald Rettenbach 317 Mitlieder. 18 Mitglieder werden als Ehrenmitglieder geführt. Die Aktivengruppe besteht aus acht Dirndl und sieben Buam, 33 Kinder bilden derzeit den Trachtennachwuchs in Rettenbach. Die Theatergruppe besteht derzeit aus 15 Mitgliedern und 35 Personen werden derzeit als Röckefrauen geführt.

Theaterleiterin Irmi Gartner informierte unterdessen über zwei Theaterbesuchen in Nußdorf und Seeon. Darüber hinaus waren die Theaterspieler in die Vorbereitungen für den Einackter beim Dorfhoagart eingebunden. Hildegard Jobst freute sich unterdessen über drei neue Röckefrauen in ihrer Gruppe. Sie berichtete vom „Großeinsatz Kuchenbacken und Verkauf“ beim Gautrachtenfest und teilte mit, dass die Frauen auch Zeltwache geleistet haben.


33 Nachwuchs Trachtler in Rettenbach


Ein erfülltes Vereinsjahr hatten auch die Aktiven, wie Vorplattler Sebastian Gartner berichtete. Sie waren neben den Festen auch bei verschiedenen Preisplatteln mit von der Partie. Beim Vereinspreisplatteln waren 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start. Außerdem beteiligte man sich beim Gaudirndldrahn und Gruppenpreisplatteln. Der Trachtenverein in Heutau hat außerdem ein Vier-Vereinepreisplatteln ausgerichtet, bei dem neben den Gastgebern insgesamt 65 Teilnehmer aus Siegsdorf, Neukirchen und Rettenbach ihre Besten suchten. Über ein erfolgreich verlaufendes „Murrei Fest“ konnte sich Sebastian Gartner ebenfalls freuen. Ein Ausflug führte die Aktiven nach Schladming. Darüber hinaus wurden am Maibaum die Spitze ausgetauscht und die Taferl abmontiert.


Franziska Gartner brachte ihre Freude über den großen Zulauf junger Buben und Mädchen in der Kindergruppe zum Ausdruck. Derzeit engagieren sich 33 Kinder im Nachwuchsbereich. Sie waren bei fast allen Festen und Veranstaltungen mit dabei und konnten ihre Leistungen unter anderem beim Vier-Vereinepreisplatteln der Kinder in Siegsdorf unter Beweis stellen. Der Trachtenverein aus Eisenärzt hat den Vergleich ausgerichtet, beteiligt waren weiter insgesamt 65 Kinder aus Vachendorf, Hochberg und Rettenbach. Sieben „Rambocha Nachwuchstrachtler“ beteiligten sich außerdem beim Gaujugend Preisplatteln in Saaldorf.


Historische Vereinsutensilien präsentiert


Den Mitgliedern wurde außerdem die alte Vereinsfahne aus dem Jahr 1933 sowie zwei historische „Taferln“ präsentiert. Die Fahne ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Deshalb wollte man von den Mitgliedern wissen, ob diese eher eine Restaurierung befürworten oder eine deutlich günstigere Konservierung mittels Kunststoffhülle. Eine Entscheidung wurde an diesem Abend noch nicht getroffen, in der kommenden Frühjahrsversammlung soll darüber dann final entschieden werden.


Den Abschluss bildete ein Ausblick auf das kommende Jahr. Zusammen mit den Faschingsfreunden Blau-Weiss Kammer wird es im Dorf wieder ein Starkbierfest geben. „Bruder Schorsch“ ist bereits auf der Suche nach interessanten Geschichten. Im Pfarrheim wurde bereits ein „Kummerkasten“ aufgestellt, in dem man Hinweise einwerfen kann. Außerdem will man zusammen mit dem Feuerwehrverein Kammer einen gemeinsamen Vereinsausflug machen. Erste Planungen dazu laufen bereits.


Darüber hinaus wird man sich im kommenden Jahr am Trachtenfest in Truchtlaching beteiligen. „Für ein Gaufest hat sich im kommenden Jahr kein Ausrichter gefunden“, informierte der Vorstand und ergänzte, „wir werden sehen, ob es dann ein alternatives Programm geben wird“. Dann richten die Rembocher Trachtler ihren Blick bereits auf das eigene Gründungsjubiläum. „Unsere Festwoche wird von 30. April bis 6. Mai 2027 über die Bühne gehen“, informierte Franz Maier und warb bereits jetzt um eine breite Unterstützung der Mitglieder.



 
 
 

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