Der neue Kammerer Festplatz ist fertig
- 29. Mai
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Große Freude bei den Dorfvereinen – erstes Fest bereits im kommenden Jahr
In Kammer ist die Freude derzeit groß: Nach fast zweijähriger Planungs- und Vorbereitungszeit ist der neue Festplatz für die Dorfvereine nun fertiggestellt. Sechs Vereine haben gemeinsam mit der Stadt Traunstein das umfangreiche Gemeinschaftsprojekt umgesetzt und damit eine dauerhafte Lösung für künftige Jubiläen, Gründungsfeste und Großveranstaltungen geschaffen. Bereits im kommenden Jahr wird der GTEV Eschenwald Rettenbach auf dem neuen Festplatz sein 100-jähriges Bestehen feiern.
Beteiligt an dem Projekt waren der GTEV Eschenwald Rettenbach, die Feuerwehr Kammer, die DJK Kammer, der Arbeiter- und Burschenverein Kammer, die Faschingsfreunde Blau-Weiss-Kammer sowie die Krieger- und Soldatenkameradschaft Kammer. Darüber hinaus fanden die Dorfvereine in der Stadt Traunstein große Unterstützung. „Gerade die Stadtverwaltung war von der ersten Idee bis zur Fertigstellung in das Projekt involviert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus haben uns großartig unterstützt“, betont Projektleiter Franz Maier vom Trachtenverein.
Lange Suche nach einer geeigneten Festfläche
Über viele Jahre standen die Vereine immer wieder vor demselben Problem: Für größere Veranstaltungen gab es keinen eigenen geeigneten Festplatz. Immer wieder musste nach passenden Wiesen gesucht und mit Grundstückseigentümern verhandelt werden. Besonders der Trachtenverein, der im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, tat sich bei der Suche nach einer geeigneten Fläche für ein großes Festzelt zunehmend schwer.
„Mit dem neuen Festplatz haben wir endlich eine langfristige Lösung geschaffen, von der alle Vereine profitieren werden“, sagte Franz Maier erfreut. „Alleine hätte der Trachtenverein ein solches Projekt niemals stemmen können. Umso schöner ist es, dass die Dorfgemeinschaft hier so eng zusammengearbeitet hat.“
Entstanden ist die Fläche an der Haunstätter Straße hinter der sogenannten „Raiffeisensiedlung“ nahe dem Ortskern von Kammer. Für die Herstellung des Festplatzes wurde zunächst der Humus abgetragen und zwischengelagert. Anschließend wurde die Fläche begradigt und mit rund 400 Kubikmetern Aushub aufgefüllt.
Ein leichtes künstliches Gefälle sorgt künftig dafür, dass die Fläche optimal für die Nutzung mit Festzelt, aber auch zur landwirtschaftlichen Nutzung mit Fahrzeugen und Traktoren geeignet ist. Danach wurde der Humus wieder aufgebracht, die Fläche angesät und gewalzt. Zahlreiche Helfer aus den Vereinen packten mit an und entfernten unter anderem große Mengen an Steinen von der Fläche.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie viele freiwillige Helfer zusammengekommen sind“, betonte Sebastian Reischl. „Hier haben sich wirklich viele Vereinsmitglieder eingebracht und kräftig mit angepackt. Das zeigt sehr deutlich den großen Zusammenhalt bei uns im Dorf“, so der Feuerwehrvorstand. Ins gleiche Horn bläst auch Max Hiebl vom Faschingsverein. „Das Ganze war eine einmalige Chance für das Dorf und ich bin wirklich froh, dass wir sie ergriffen haben“, so seine Einschätzung.
Mittlerweile hat auch der ersehnte Regen eingesetzt. Die Fläche wurde gedüngt, und die ersten Grashalme sprießen bereits sichtbar hervor. Gleichzeitig wurde wichtige Infrastruktur geschaffen: Wasser-, Strom- und Kanalanschlüsse wurden vollständig verlegt. „Der neue Festplatz ist nicht nur für heutige Feste wichtig, sondern eine Investition für kommende Generationen“, erklärte Herbert Baumgartner. „Davon wird das gesamte Dorfleben profitieren“, betont der Vorsitzende der DJK Kammer.
Dank an Helfer und Blick auf Jubiläumsfeierlichkeiten
Die eigentliche Bauphase dauerte rund vier Wochen. Finanziert wurde das Projekt gemeinschaftlich von den beteiligten Vereinen und der Stadt Traunstein. Große Unterstützung kam zudem von den Stadtwerken mit einem kostenlosen Stromanschluss sowie vom Wasserbeschaffungsverband Kammer mit einem kostenlosen Wasseranschluss. „Auch die am Bau beteiligten Firmen sind uns finanziell entgegengekommen“, freut sich Gesamtkoordinator Franz Maier.
Ein großer Dank galt bei der Abschlussbesprechung außerdem den Eigentümerfamilien Lorenz und Stuhlreiter sowie dem Grundstückspächter Peter Parzinger. Ebenso bedankten sich die Verantwortlichen bei den beteiligten Firmen, der Stadtverwaltung, Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, den Stadtwerken sowie bei den Nachbarn für deren Verständnis während der Bauphase und auch mit Blick auf die kommenden Festveranstaltungen.
„Ein solches Gemeinschaftsprojekt lebt vom gegenseitigen Vertrauen und der Unterstützung vieler Beteiligter“, sagte Andreas Ober. „Wir sind stolz darauf, gemeinsam etwas Dauerhaftes für unser Dorf geschaffen zu haben.“ Gleichzeitig würdigte der Vorsitzende des Arbeiter- und Burschenvereins alle helfenden Vereinsmitglieder: „Egal ob bei der Handarbeit oder durch das Zurverfügungstellen von Geräten und Maschinen – die Unterstützung war bemerkenswert.“
Auch Robert Maier zeigte sich begeistert: „Der neue Festplatz wird künftig einer der Treffpunkte des gesellschaftlichen Lebens in Kammer und Rettenbach sein. Die Vorfreude auf die ersten großen Veranstaltungen ist jetzt schon riesig“, gibt sich der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft zuversichtlich.
Und diese Veranstaltungen lassen nicht lange auf sich warten: Bereits vom 30. April bis 6. Mai kommenden Jahres feiert der Trachtenverein sein 100-jähriges Jubiläum auf dem neuen Gelände. Für das Jahr 2028 sind außerdem der Faschingszug von Blau-Weiß Kammer sowie das 125-jährige Jubiläum des Arbeiter- und Burschenvereins geplant. Der traditionelle Faschingszug findet nur alle elf Jahre statt und soll am 06. Februar 2028 erneut zahlreiche Besucher nach Kammer locken. Die Festwoche des Arbeiter- und Burschenvereins ist bereits für den Zeitraum vom 24. bis 28. Mai 2028 vorgesehen.
Text: Hubert Hobmaier






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