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Die „Hackein“ setzen im Stocksport weiter Maßstäbe

3. Sept.
3 Min. Lesezeit

Rekordbeteiligung bei der Dorfmeisterschaft – Vier Turnierabende in Kammer


Kammer. Sportlicher Ehrgeiz, spannende Duelle und vor allem jede Menge Spaß und Geselligkeit: Bei der Dorfmeisterschaft im Stockschießen der DJK Kammer war in diesem Jahr so viel los wie noch nie. Erstmals gingen 15 Mannschaften an den Start. Damit wurde nicht nur um Punkte und Platzierungen gekämpft, sondern vor allem auch die Gemeinschaft im Dorf und die Freude am Stockschießen gepflegt. Das Team die „Hackein“ waren einmal mehr das Maß aller Dinge und gingen am vierten Wettbewerbsabend als strahlende Sieger hervor.


„Wir freuen uns riesig über das große Interesse an unserer Dorfmeisterschaft. Dass wir erstmals 15 Mannschaften begrüßen konnten, zeigt, wie gut das Stockschießen in Kammer angenommen wird und dass der Spaß am gemeinsamen Sport und an der Geselligkeit im Dorf nach wie vor groß ist“, sagt Abteilungsleiter Martin Haberlander. Sein besonderer Dank gilt allen Schützinnen und Schützen, die mit viel Freude und sportlichem Ehrgeiz dabei waren, sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern. „Ohne dieses großartige Engagement wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich“, so das Fazit des Abteilungsleiters am Ende des Finalturniers.


Aufgrund der Rekordbeteiligung musste der Turniermodus in diesem Jahr angepasst werden. An drei Abenden unter der Woche traten jeweils fünf Mannschaften in den Vorrundengruppen gegeneinander an. Die sieben besten Mannschaften qualifizierten sich anschließend für das große Finale am Freitagabend.



Sportlich ließ der Titelverteidiger erneut keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen: Die „Hackein“ mit Emil Hackl, Josef Siglreithmaier, Manfred Hackl, Herrmann Brosch und Tom Huber erwiesen sich auch in diesem Jahr als nicht zu schlagen. Mit 10:2 Punkten sicherten sie sich souverän den Turniersieg. Damit dürfen die „Hackein“ nicht nur den Titel feiern – auch der Wanderpokal geht nach dem erneuten Erfolg endgültig in ihren Besitz über.


Spannender ging es im Kampf um die weiteren Podestplätze zu. Das „Weisse Ballett“ mit Martin Haberlander, Chris Jaeger, Ludwig Mayer und Benni Wittmann belegte mit 8:4 Punkten den zweiten Platz. Rang drei ging an „Reichsberg“ mit Thomas Leitner, Simon Wimmer, Christoph Wimmer und Simon Schuböck, die mit 6:6 Punkten ebenfalls den Sprung aufs Podest schafften.


Ebenfalls 6:6 Punkte erreichten der Arbeiter- und Burschenverein, die „Omassler“ und die Krieger- und Soldatenkameradschaft Kammer. Über die Reihenfolge entschied die jeweilige Stocknote. Auf den weiteren Plätzen folgten „Rock am Stock“ auf Rang sieben, der Schützenverein auf Platz acht, der Trachtenverein Rettenbach auf Rang neun, die Feuerwehr Kammer auf Platz zehn, die Jugendtrainer auf Rang elf, Blau-Weiss Kammer auf Rang zwölf, die Schützenjugend auf Platz 13, die „6-Kämpfer“ auf Platz 14 und die Fußballer auf Rang 15.


Für einen besonderen Höhepunkt sorgte die Damenmannschaft „Rock am Stock“. Dani Jaeger, Bettina Huber, Daniela Wolkersdorfer, Sabrina Haberlander, Anja Helmberger, Raphaela Moser und Kristina Tiefenböck gingen gemeinsam mit Trainer Günther Moser an den Start. Dass sich die neu formierte Mannschaft gleich für das Finale qualifizieren konnte, war eine der großen Überraschungen des Turniers. Auch wenn es dort mit 0:12 Punkten nicht für einen Sieg reichte, war die Finalteilnahme und damit der siebte Platz ein beachtlicher Erfolg.


Überhaupt war die große Zahl neu zusammengestellter Mannschaften ein besonderes Merkmal der diesjährigen Dorfmeisterschaft. Neben den etablierten Teams gingen unter anderem das „Weisse Ballett“, die „Schützenjugend“, die „6-Kämpfer“ und „Reichsberg“ erstmals beziehungsweise in neuer Zusammensetzung an den Start. Damit wurde deutlich, dass die Dorfmeisterschaft weit mehr ist als ein reines Turnier der aktiven Stockschützen.


Denn neben dem sportlichen Wettstreit stand vor allem die Geselligkeit im Mittelpunkt. Um auch Nicht-Aktiven den Einstieg zu erleichtern, hatte die Stockabteilung im Vorfeld eigens eine Trainingseinheit am Wochenende organisiert. Anschließend wurde bei einer gemeinsamen Grillfeier weiter gefeiert. So konnten sich die Teilnehmer mit dem Sport vertraut machen und gleichzeitig in geselliger Runde auf das Turnier einstimmen.


Auch während der Dorfmeisterschaft kam der gemütliche Teil nicht zu kurz. Alle Spieler durften sich zudem über Fleisch- und Getränkepreise freuen, die vom Hofbräuhaus Traunstein und der Metzgerei Windfellner aus Teisendorf-Achthal zur Verfügung gestellt wurden. Ein besonderer Dank gilt außerdem Helga Gruber und Gerhard Poller, die sich mit viel Engagement an allen vier Turniertagen um die Verpflegung der Schützen kümmerten.


Für die Verantwortlichen der DJK Kammer ist die Dorfmeisterschaft deshalb auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie sportlicher Wettbewerb und Dorfleben zusammengehören. Vielleicht hat der eine oder andere Teilnehmer durch die Veranstaltung sogar Lust bekommen, künftig regelmäßiger zum Stock zu greifen. Die Möglichkeit dazu besteht: Die Stockabteilung trainiert jeden Mittwoch ab 19.30 Uhr an den Stockbahnen in Kammer und freut sich über neue Gesichter. Denn eines hat die Dorfmeisterschaft 2026 einmal mehr gezeigt: Beim Stockschießen geht es um Punkte und Platzierungen – aber genauso um Gemeinschaft, Geselligkeit und den gemeinsamen Spaß am Sport.


Text/Bild: Hubert Hobmaier



 
 
 

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