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„Handgriffe die regelmäßig gebraucht werden“

  • vor 14 Minuten
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Erfolgreiches Abzeichen in Kammer – Wilka und Wolkersdorfer schaffen Gold-Rot


Kammer. Verkehrsunfälle gehören zu den häufigsten Einsatzlagen, bei denen die Feuerwehren Technische Hilfe leisten. Nicht selten handelt es sich dabei um schwere Unfälle, bei denen hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt werden muss, um eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen zu befreien. Um für solche Einsätze bestens gerüstet zu sein, gibt es für die bayerischen Feuerwehren das Leistungsabzeichen „Technische Hilfeleistung“. Dieser anspruchsvollen Prüfung stellten sich kürzlich zwei Gruppen der Feuerwehr Kammer. Michael Wilka und Bernhard Wolkersdorfer erreichten dabei die höchste Leistungsstufe und erhielten am Ende des Prüfungsabends die Auszeichnung in „Gold-Rot“.


Über einen Zeitraum von rund vier Wochen bereiteten sich die Teilnehmer mehrmals wöchentlich intensiv auf die Prüfung vor. Als Ausbildungsgrundlage diente das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Kammer, das mit der umfangreichen Ausrüstung für Technische Hilfeleistung ausgestattet ist. Mehrere erfahrene Feuerwehrleute aus den eigenen Reihen kümmerten sich unter der Leitung von „Chef-Coach“ Franz Maier um die Ausbildung.


Als zentrales Prüfungsszenario galt ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf dem Sportplatzgelände der DJK Kammer. Beide Gruppen mussten innerhalb weniger Minuten sämtliche Maßnahmen einleiten, um die verletzte Person fachgerecht zu retten. Dazu gehörten unter anderem die Verkehrsabsicherung, der Aufbau des Brandschutzes, das Ausleuchten der Einsatzstelle, die Erstversorgung der verletzten Person, das Sichern des Unfallfahrzeugs sowie die technische Rettung.


Darüber hinaus mussten die Teilnehmer ihr Fachwissen in der Gerätekunde unter Beweis stellen. Hier galt es, verschiedene Ausrüstungsgegenstände einsatzbereit zu machen und dabei die Fragen der Schiedsrichter sicher zu beantworten. Der Gruppenführer sowie die beiden Anwärter auf die höchste Leistungsstufe „Gold-Rot“ mussten zusätzlich einen schriftlichen Fragebogen absolvieren.


Zur Abnahme der Prüfung waren Kreisbrandinspektor Martin Schupfner sowie die Schiedsrichter Andreas Strohmayer und Alois Wimmer vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein nach Kammer gekommen. Neben der fachlich korrekten Durchführung aller Aufgaben achteten sie insbesondere auf die Einhaltung der vorgegebenen Maximalzeiten.


Nach jeweils gut einer Stunde standen schließlich die Ergebnisse fest. Mit den Worten „Alle haben bestanden“ sorgten die Schiedsrichter in beiden Gruppen für große Erleichterung bei den Teilnehmern. Gleichzeitig bestätigte das erfolgreiche Abschneiden, dass die Abläufe im Bereich der Technischen Hilfeleistung sicher beherrscht werden. Im Anschluss lud die Stadt Traunstein die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Zudem erhielten alle Prüflinge aus den Händen der Schiedsrichter die entsprechende Leistungsplakette für ihre Uniform.


„Es freut uns sehr, dass wir heute durchwegs gute Leistungen gesehen haben“, betonte Kreisbrandinspektor Martin Schupfner in seinem Schlusswort. „Alle Handgriffe, die ihr in den vergangenen Wochen so intensiv geübt habt, werden bei Einsätzen regelmäßig gebraucht.“ Der Kommandant der Feuerwehr Kammer, Alois Wimmer, dankte insbesondere den Ausbildern für ihr großes Engagement während der Vorbereitungszeit. Gleichzeitig würdigte er den Einsatz der Teilnehmer, die neben Beruf, Familie und Freizeit zahlreiche Stunden für die Ausbildung und den Prüfungsabend investiert hatten.


Das Leistungsabzeichen der Stufe 1 in Bronze erhielten Johann Jahner, Simon Wimmer, Franziska Gartner, Irmi Gartner, Alois Gartner, Anna Schreckenbauer und Theresa Ober. Über die Stufe 2 in Silber freuten sich Thomas Schuster und Anna Specht. Max Schuster erreichte die Stufe 3 in Gold. Alexander Maier und Thomas Mitterer bestanden die Prüfung bereits zum vierten Mal und tragen künftig das Leistungsabzeichen in „Gold-Blau“. Michael Maier und Stefan Kreiler meisterten die Stufe 5 und können damit in zwei Jahren zur höchsten Leistungsstufe „Gold-Rot“ antreten.


Mindestens zwölf Jahre und sechs erfolgreich abgelegte Prüfungen sind erforderlich, um die höchste Stufe des Leistungsabzeichens zu erreichen. Für Michael Wilka und Bernhard Wolkersdorfer war es in diesem Jahr so weit. Unter dem Applaus ihrer Kameradinnen und Kameraden erhielten sie die begehrte Auszeichnung in „Gold-Rot“ und krönten damit ihren langjährigen Ausbildungsweg. Einen besonderen Applaus gab es außerdem für Andreas Haitzer, der das Leistungsabzeichen „Gold-Rot“ bereits besitzt und die Gruppe als sogenannter „Auffüller“ unterstützte.


Text/Bild: Hubert Hobmaier



 
 
 

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