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„Zum Glück liegt Grabenstätt nicht bei Berlin“

  • hiebl0
  • 5. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Verabschiedung von Pater Andrei in Kammer – Geistlicher verlässt die Stadtkirche


Kammer. Mit einem feierlichen Gottesdienst sowie anschließenden Stehempfang nahmen die Gläubigen der Pfarrgemeinde Kammer Abschied von dem beliebten Geistlichen Pater Andrei Mirt. Dieser war seit 2022 in der Stadtkirche und damit auch für die Pfarrei Johannes der Täufer tätig und übernimmt im September den Pfarrverband Bergen, Erlstätt, Grabenstätt und Vachendorf. Mit guten Worten und einigen Geschenken dankten die Verantwortlichen der Pfarrei dem scheidenden Pater Andrei, der sich in vielerlei Hinsicht für Kammer engagiert hat.


„Diese drei Jahre sind schnell vergangen“ betonte Pater Andrei Mirt in seiner kurzen Ansprache im Anschluss an den Gottesdienst, „ich werde euch und die gesamte Pfarrgemeinde Kammer in freudiger Erinnerung behalten“. Dabei griff er auch einige Ereignisse wie einen Ausflug in den Märchenpark im Rahmen der Vorbereitung zur Erstkommunion oder eine Fahrt mit den Ministranten nach Rom heraus.


Für einen Lacher sorgte er mit seiner Aussage „zum Glück ist Grabenstätt nicht bei Berlin, sondern ebenfalls am Chiemsee gelegen“ und reagierte damit auf die Ansprachen der Gemeindereferentin Monika Angerer, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Vera Reischl sowie dem Ministranten Felix Zeiser. Alle drei Redner betonten, dass Pater Andrei auch in Zukunft ein gerngesehener Gast in der Pfarrei sei.


Monika Angerer blickte ebenfalls auf die vergangenen Jahre zurück und informierte, dass Pater Andrei am 1. Oktober 2022 seinen Dienst in der Stadtkirche angetreten hat und seine erste Heilige Messe nur einen Tag später in Kammer gefeiert hat. „Im Rahmen dieses Gottesdienstes durfte ich auch die offizielle Urkunde des Bischofs zur Versetzung nach Traunstein verlesen“, erinnerte die Gemeindereferentin.


Gleichzeitig erinnerte sie sich mit einem Augenzwinkern an einen „Moment des Frustes“. Nach dem die Kirchengemeinde im Rahmen des Gottesdienstes zum Lied „Gott hat alles recht gemacht“ eingestimmt und dabei einen Jodler eingebaut hatte, „hast du nach den ersten Takten das Gotteslob zur Seite gelegt und gesagt ich habe die falsche Sprache gelernt. Ich habe deutsch gelernt und hier spricht man bayrisch“.


„Du warst immer nah am Menschen und konntest Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern“, freute sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Vera Reischl und ergänzte, „gerade die Begleitung der Kommunionkinder lag dir am Herzen und war stets ein schöner Ausdruck für deine Liebe zu den Menschen in der Pfarrei“. Mit einer Erinnerungstasse als kleines „Dankeschön“ brachte sie ein „Vergelts Gott von der Pfarrei Kammer“ zum Ausdruck.


Oberministrant Felix Zeiser nutzte als letzter Redner die Möglichkeit, sich für das Wirken von Pater Andrei mit einem Abschiedsgeschenk der Ministranten zu bedanken. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten Susanne Pohl und Petra Schmalzbauer. Die diesjährigen Kommunionkinder haben zum Abschluss des „kleinen Festaktes“ ein Lied für den Geistlichen einstudiert und sehr zur Freude aller Gottesdienstbesucher zum Besten gegeben.


Anschließend folgten viele Gottesdienstbesucher der Einladung zum Stehempfang und nutzten im Pfarrheim die Möglichkeit, sich persönlich von Pater Andrei Mirt zu verabschieden. Einige Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Frauengemeinschaft haben dazu ein kleines Buffet vorbereitet. In geselliger Runde verbrachte man zusammen noch einige Zeit und tauschte dabei so manch eine Erinnerung aus der Zeit mit dem Geistlichen aus.


Text/Bild: Hubert Hobmaier



 
 
 

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